Time to...

Remember, remember the Fifth of November, The Gunpowder Treason and Plot, I see no reason Why the Gunpowder Treason Should ever be forgot. Guy Fawkes, Guy Fawkes, t'was his intent To blow up the King and Parli'ment. Three-score barrels of powder below To prove old England's overthrow Meine Damen und Herren, es ist wieder so weit. Der fünfte November steht vor der Tür. Ein unglaublicher Zufall hat sich ereignet. Heute stand Aufsatz in Deutsch an und eins der Themen war, man mag es fast nicht glauben, Revolutionen. Warum sie scheitern. Anstatt mich wie üblich auf das freie Thema zu stürzen, habe ich sehr formell einen Aufsatz über Revolutionen geschrieben. Aber nicht warum sie scheitern, sondern warum sie nicht beginnen. Zu gerne hätte ich einen flammenden Appell an alle geschrieben. Schon wieder. Stattdessen habe ich sehr sachlich die Sachlage aus meiner Sicht erklärt. Schwer. Aber es kam dann doch ein verständliches Ergebnis raus und ich habe auch mein momentanes Lieblingszitat an den Mann bringen können. Ich schwärme die ganze Zeit von Revolutionen und dass wir sie brauchen. Aber ich habe mir mit diesem Aufsatz selbst ein Kaltdusche verpasst. Ich schrieb von der Idee. Wie sie die Menschen dazu bringt alles aufzugeben - sogar das Leben. Aber Ideen hat es überall um uns herum. Man muss nur ins Internet gehen. www.antifa.de nur ein Beispiel. Aber diese Gruppen tun eigentlich nicht wirklich was. Sie blockieren den Wahlstand von Republikanern aber was bringt das schon? Ich schrieb, dass es die Idee zwar braucht, aber viel eher braucht es ein Gesicht. Alle grossen Revolutionen haben ein Gesicht. Mao, Lenin, Che, sie alle schienen der Inbegriff der Revolution zu sein. Menschen kämpfen lieber für jemanden als für etwas. Eine Idee ist abstrakt. Sie spricht nicht zu den Menschen und fordert sie auf zu gehen, sie übernimmt keine Verantwortung, sie wird nicht in der Nebenzelle sitzen, falls es misslingt. Die Idee schwebt nur herum und verdreht uns die Köpfe. Lässt allerhöchstens unser Herz schneller schlagen. Aber am Ende ist es doch ein Mensch für den man rauszieht, für den man alles zurücklässt. Oder nicht? Naja, bis auf eine Ausnahme. Das Gesicht hat nur die Idee gebraucht. Aber die Masse kann es nicht. Die Masse bleibt am Schreibtisch sitzen und tippt Berichte über Finanzkrisen. Ja, ich glaube, dass wir jemanden brauchen, der sich hinstellt und im Namen der Idee der Regierung den Kampf ansagt. Ja, ich warte auf jemanden. Ich warte auf den Menschen, der das Zeug dazu hat mit Charisma und geballter Überzeugung die Leute zu inspirieren. Sie dazu bringt ihre Angst zu vergessen. Ja ich inkludiere auch mich. Denn ich bin kein charismatischer Anführer. Ich bin allerhöchstens der Propagandaschreiber. Aber mein Gesicht eignet sich nicht dafür, auf Plakate gedruckt zu werden. Ich werde aber nach ihm Ausschau halten. Wohlgemerkt rede ich jetzt von einer grossen, gesellschaftsverändernden Revolution. Die, die ich schon früher geplant habe, die werde ich auch machen. Alleine. Denn ich weiss, dass ich es kann. Ich habe schonmal alles zurückgelassen und Herzen gebrochen, um ein neues Leben zu beginnen. Ich kann es auch ein zweites Mal. Und ich werde es auch tun. Auf die grosse Revolution muss ich warten. Müssen wir alle wohl warten. Und wer weiss, ob sie je kommen wird. Die Menschen sind meistens zu bequem für Bewegungen. Und wie Karl Marx schon gesagt hat: Man kann viel in der Welt verändern. Den Menschen jedoch nicht.

4.11.08 18:04

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