Lasst die Spiele beginnen!

HA! Das Leben schlägt zu! Meine Freunde, findet ihr es nicht auch langweilig momentan? Wollt ihr wirklich darauf hoffen, dass das Leben richtig beginnt, wenn ihr euer Maturazeugnis in den Händen hält? Habt ihr euch nicht auch insgeheim gefragt, was passieren würde, wenn ihr einfach auf das falsche Gleis gehen würdet und in die andere Richtung fahren würdet?

Nein?
Oh dann... dann solltest du vielleicht auf eine andere Seite schauen. Wie wär's mit... hm.... wie wär's wenn du umschaltest und dir statt das hier zu lesen die "Himmlische Familie" anschauen würdest?

Für alle anderen, für all jene die vom Sessel aufgesprungen sind (oder die weniger Enthusiastischen, die sitzen geblieben sind), für alle die JA gedacht haben: Wir können dem ein Ende bereiten! Werfen wir die verdammte Monotonie nieder! Lasst uns das verfaulende Bild der untätigen Jugend zerschmettern! Lasst uns NICHT in Ruhe über alles reden! Lasst....mich erklären wie es wieder zu diesem Ausbruch revolutionären/Hippi-Gedankengut gekommen ist.

Ja, ich muss mich bremsen. Denn eine Revolution einzig aus Aufwallung erregter Gefühle zu starten ist sinnlos. Solche brechen zusammen. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit, dass sie überhaupt gestartet wird, um einiges grösser ist. Aber hier muss man sich selbst herausfordern. Das muss ich noch erklären. Also: Wieso hat Natalie jetzt schon wieder das Gefühl, eine Revolution anfangen zu müssen? Schon wieder zu hoher Konsum von Läkerol mit Eistee? Hat sie wieder einen manipulativen Film gesehen? Ersteres nein, Zweiteres ja. Aber ausschlaggebend war das nicht (obwoooohl der Film wirklich ganz fantastisch war -> V for Vendetta: anschauen. du-musst-das-anschauen).



jaaaa.... V lässt grüssen :D (ich werde die Grösse korrigieren wenn das verdammte System wieder funktioniert...grmph. blödes myblog)

Nein, was mich gerade heute dazu bringt ist, dass meine "Pläne" sich in Luft aufgelöst haben. Ich mache gerade ein Praktikum in der Zeitung. Schon seit langer Zeit rechtfertige ich meine Unentschlossenheit, was meine Zukunft betrifft, damit, dass ich nach der Matura studieren gehen und viel Spass in einer grossen Redaktion haben werde. Tja, und nun wo ich da bin muss ich sagen... ES IST LANGWEILIG. Nein, falsch ausgedrückt... es ist schon interessant und spannend. Aber....wie soll ich das sagen? Das ist es nicht! Das ist kein Leben! Das ist purste Apathie! Man ERlebt nicht.

Sofort schwirrt wieder mein "Plan B" durch den Kopf. Nach Hause gehen, falsches Alibi schreiben, Sachen packen und ab zum Bahnhof. Alles Geld abheben was ich habe, in Euro wechseln und nach Deutschland verschwinden. Grosses Land, viele Möglichkeiten, viele Verstecke. Und dort trampen, billige Jobs annehmen, auf Parkbänken schlafen, hungern, in der Hitze schmachten, stinken, endlose Strecken zu Fuss gehen, mit Leuten reden, die man vorher mit gerümpfter Nase ignoriert hat, sich irren, den Horizont erweitern und all das, ja ALL diese Dinge GENIESSEN.

JA und selbst wenn alles schief gehen sollte und ich einer der vielen Penner werden würde, dann wäre ich doch der stolzeste aller Penner und würde erhobenen Hauptes wie ein König durch die Strassen gehen.

Für mich klingt das fantastisch. Das klingt nach LEBEN. Das klingt wie eine moderne Version von "Narziss und Goldmund". Das klingt wie eine verdammt gute Geschichte. Ob sie erzählt und aufgeschrieben wird oder nicht. Es gibt nur einen Haken bei der Sache: Anstatt mit Sack und Pack im Zug zu fahren, sitze ich hier und schreibe nur darüber. Ich habe nämlich eins begriffen: Wer richtig leben und erleben will, der braucht Mumm. Alle anderen fangen nämlich erst gar nicht damit an und bleiben an ihrem Schreibtisch sitzen.
Und hier ist die Erklärung, warum man nicht im Moment der Euphorie aufbrechen sollte: Wer es tut, der wird zwar im Zug sitzen und fahren. Aber sobald er über die Grenze gefahren ist, wird ihm klar, dass er noch nicht bereit ist und seinem alten Leben nachweinen. Wer jedoch in Ruhe alles durchdacht hat und genug Mumm, Lebenshunger,-wille, Selbstvertrauen und Stolz aufgebaut hat, der wird bis in das verrottete Café in Venedig kommen und mit einem unverwechselbaren Lächeln eines Lebemenschen einen Espresso servieren. Und er wird sich denken: JA. Das ist es.

Leider.....leider muss ich sagen, dass ich noch nicht genug Mumm habe. Dass ich noch nicht in die weite Welt ziehen kann. NOCH nicht.

Bis dahin, meine lieben Freunde, könnt ihr euch mit solchen Bildern vertrösten und ihr könnt über sie lachen. Bis ihr es nachmacht

14.10.08 22:27

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Pikku / Website (17.10.08 16:30)
Muhahah weisst du wer nach seiner Technikerausbildung nach Nipon verschwindet?
Drecksgraues Leben hier, mach was draus :D

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